Alterungsbeständigkeit von Papier und Pappe
Zur Identifizierung alterungsbeständiger Papiere wird in der Regel die internationale Norm DIN ISO 9706 herangezogen. Sie beruht auf dem Naturgesetz, dass die Ursache des Abbaus des dem Papier die Festigkeit gebenden Stoffes - der Cellulose - die von Säure katalysierte Hydrolyse ist und dass dieser chemische Vorgang nicht oder stark gehemmt abläuft, wenn im Papier ein alkalischer Puffer und keine säurebildenden Substanzen vor-handen sind. In der Intention der DIN ISO 9706 liegt es, ein Papier zu definieren, das für die Aufbewahrung von unbegrenzter Zeitdauer in Archiven, Bibliotheken und Museen am besten geeignet ist.
Die DIN ISO 9706 ist bei Büchern sowie bei Akten, Schriftstücken und sonstigen Unterlagen anzuwenden, die aus rechtlichen, kulturpolitischen oder sonstigen Gründen auf Dauer aufbewahrt werden sollen.
Obwohl in der Norm per Definition nur ein Anwendungsbereich für Papiere bis zu einem Flächengewicht von 240 g/m2 vorgesehen ist, hat sich in den letzten Jahren aufgrund fehlender Vorschriften, die Anwendung dieser Norm auch für die Beurteilung der Materialqualität von Karton und Pappe durchgesetzt.
Die DIN ISO 9706 basiert auf einer begrenzten Anzahl quantitativer Untersuchungen. Für jede Untersuchung sind Grenzwerte festgelegt worden. Papier, welches entsprechend dieser Internationalen Norm als geeignet für langlebiges Schriftgut und Druckerzeugnisse, wie Akten und Aufzeichnungen oder Veröffentlichungen, klassifiziert wurde, muss Messergebnisse innerhalb der unten angegebenen Grenzen für alle vorgeschriebenen Untersuchungen zeigen.
In dieser internationalen Norm sind Anforderungen hinsichtlich folgender Faktoren gegeben:
| Prüfkriterium | Zulässiger Grenzwert / Sollvorgabe |
| Mindestfestigkeit, wird bestimmt mit einer Prüfung des Durchreisswiderstands | > 350 mN |
| Alkalireserve (z. B. CaCo3-Puffer), bestimmt den minimalen Gehalt an Substanzen, welche die Säureeinwirkung neutralisieren | > 2 % |
| Kappa-Zahl/Oxidationsbeständigkeit, bestimmt den maximalen Gehalt an leicht oxidierbaren Materialien (Lignin-/Holzfaserreste) | < 5 |
| pH-Wert des Kaltwasserextraktes, bestimmt den maximalen und minimalen pH-Wert des Papiers | 7,5 – 10 |
Wir haben unser REGIboard® und unseren Archiv-Solid-Karton in Anlehnung an die DIN ISO 9706 von einem unabhängigen Institut testen lassen und die vorgegebenen Prüfkriterien in allen Punkten erfüllt (siehe auch unser Qualitätszertifikat).
Um Ihnen den höchstmöglichen Schutz Ihrer Archivalien sicher zu stellen, wird die Einhaltung dieser Kriterien bei unseren angebotenen Materialien regelm äßig überprüft.
Was für Ihre “normalen³ Archivalien von Bedeutung ist, gilt natürlich in gleichem Maße auch für Ihre schützenswerten Photos, Negative, Dias und Glasplatten. Wir haben unsere dort eingesetzten Archivmaterialien erfolgreich dem so genannten “Photographic Activity Test³ (P.A.T.) des Image Permanance Institut / Rochester Institut of Technology in den U.S.A. unterzogen. Dieser ist das zur Zeit umfassendste sowie weltweit strengste Testverfahren für Aufbewahrungsbehältnisse für photographische Materialien. In simulierten Langzeittests wird in speziellen Klimakammern die Reaktion (Dichteveränderung) von Archivmaterialien auf die photographische Emulsion getestet.
Peter Riehm Organisationssysteme · Postfach 225 ·
76334 Waldbronn, Raum Karlsruhe
Telefon 0 72 43 - 6 60 76 · Fax 0 72 43 - 6 98 84 · E-Mail info@peter-riehm.de · www.peter-riehm.de
Niederlassungen in Baden-Württemberg: Freiburg und Bruchsal · Niederlassung in Rheinland Pfalz: Hagenbach